

Sammelbeschwerde an ver.di und die dbb tarifunion
Hier ist ein Schreiben an ver.di und die dbb tarifunion, welches den Zweck haben soll darauf aufmerksam zu machen, dass die deutschen Bürger zumindest einige Eckpunkte des Tarifvertrages TVÖD/TV-L (Tarifvertrag öffentlicher Dienst) nicht hinnehmen wollen.
Jeder, der sich von den Gewerkschaften nicht gut vertreten fühlt, der der Meinung ist, dass der TVÖD/TV-L reformiert gehört, soll unter das Schreiben einfach seine Unterschrift setzen: Unten in das Formular Namen, e-mail (muss nicht sein, wäre aber toll) und Wohnort eingeben und senden!!!
Folgendes Schreiben wird, wenn es zahlreich unterschrieben wurde, öffentlich an ver.di, die dbb tarifunion und die Presse gesendet!
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Sehr geehrte Vertreter der Gewerkschaften ver.di und dbb tarifunion,
ich bitte Sie hiermit als gewerkschaftliche Hauptvertreter im Rahmen der Verhandlungen zum neuen TVÖD/TV-L zur Kenntnis zu nehmen, dass ich von diesem Tarifvertrag und seinen Auswirkungen schockiert und auch brüskiert bin!
Dieser Tarifvertrag drängt einen Großteil der Angestellten des öffentlichen Dienstes an den Rand des Existenzminimums. Angestellte, die jahrelang für einen Arbeitgeber und die Gesellschaft gearbeitet haben, verlieren bis zu 30% ihres Gehaltes, wenn sie den Arbeitgeber wechseln. Schuld hieran hat die in der beruflichen Praxis obligatorisch gewordene Entlohnung in Stufe 2 einer jeden Gehaltsgruppe! Diese Praxis geht so weit, dass Menschen, die in Vollzeit arbeiten, vor allem Familienernährer, Hartz-4 beantragen müssen, um überhaupt überleben zu können.
Berufserfahrung sowie Orts- und Familienzulagen und Weihnachtsgeld sind zugunsten einer leistungsgerechten Vergütung gestrichen oder stark reduziert worden. Nur leider sind die Leistungskataloge noch nicht vorhanden, und dies seit bald zwei Jahren nicht! Das ist rechtlich gesehen ein Vertragsbruch der Gegenseite (Arbeitgeberverbände) und ein Versäumnis Ihrerseits. Ich fordere Sie auf, öffentlich die Berechnung der leistungsorientierten Vergütung transparent allen Angestellten des öffentlichen Dienstes zu präsentieren!
Viele Angestellte des öffentlichen Dienstes hängen in einem Vakuum, in dem Versprechungen nicht eingehalten werden, sie definitiv unterbezahlt sind, und es nicht so aussieht, als wenn die Gewerkschaften sich derzeit für ihre Belange einsetzen würde.
Die viel gepriesenen und hoch gelobten Vorteile des TVÖD/TV-L erweisen sich in der Praxis als ein Kniefall vor den Arbeitgebern, als ein Scheitern der Gewerkschaft, die entweder nicht kalkulieren konnte oder wollte und dazu Ihrerseits in den letzten zwei Jahren kaum Stellung bezogen hat.
Ich fordere Sie auf, öffentlich Stellung zu nehmen, indem Sie erklären wie beispielsweise ein FH- oder UNI-Absolvent unabhängig vom Alter und damit seiner Berufserfahrung mit zwei oder drei Kindern von einem Gehalt von ca. 1400 Euro Netto in der Entgeltgruppe 9, Stufe 2 monatlich leben soll.
Auszubildende in sozialen Berufen (Kinderpfleger, Erzieher, Heilerziehungspfleger etc.) sind damit konfrontiert, dass ihr Gehalt in den ersten Jahren und vor allem, wenn sie eine Familie zu ernähren haben, unter dem Existenzminimum liegt!
- Ich fordere Sie auf, die Verhandlungen mit den Arbeitgebern erneut aufzunehmen und eine konsequente Überarbeitung des TVÖD/TV-L vorzunehmen. Es darf nicht sein, dass der TVÖD/TV-L dafür Sorge trägt, dass gleiche Arbeit für weniger Lohn verrichtet wird! Hierzu bedarf es dringend einer Überarbeitung der Überführungstabelle von BAT zu TVÖD/TV-L!
- Ich fordere Sie auf, die Anerkennung bisher vorliegender Berufserfahrung im TVÖD/TV-L dringend stärker zur Geltung zu bringen!
- Ich fordere Sie auf, mit den Arbeitgebern zusammen endlich die festgeschriebenen Leistungskataloge in der Berufspraxis einzuführen und die zügige Umsetzung voranzutreiben!
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