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Forderungen!

Killerphrase fordert:

1. Eine konsequente Überarbeitung des geltenden TVÖD/TV-L

Die Eingruppierungen vom "alten" BAT müssen eins zu eins übernommen werden. Jetzige Hochschulabsolventen z. B. wurden bei der Überleitung so runtergruppiert (BAT vier b sind jetzt in der Gruppe 9), dass sie nun weniger als ein Erzieherinnengehalt von damals erhalten. Die Erzieherinnen bekommen ihrerseits weniger. Dies zieht sich durch alle Berufssparten! Es kann nicht sein, dass der Tarif dafür sorgt, dass Neueinsteiger nach TVÖD/TV-L jetzt weitaus weniger Lohn erhalten als früher nach BAT! Die Lebenserhaltungskosten steigen ins Unermessliche und die Angestellten des ÖD und die nach ihm Vergüteten bekommen weniger Geld als noch vor drei Jahren. Eine Gewerkschaft erkämpft normalerweise höhere Löhne und nicht geringere!

2. Eine festgeschriebene Anerkennung der Berufserfahrung jedes Einzelnen

Es ist ein Ding der Unmöglichkeit, einen Mitarbeiter mit über 6 oder gar 15 Jahren Berufserfahrung einem Berufsanfänger nahezu gleich zu stellen! Die Verluste der ganzen Arbeitsjahre und auch der Rente gehen in die Zigtausende. Zusätzlich werden nur noch befristete Verträge abgeschlossen (ein bis drei Jahresverträge), so dass niemand mehr aufsteigen kann, und somit immer Berufsanfänger bleibt. Das ist ein unzumutbarer Zustand! Jeder Angestellte ist nun bemüht, derart was zu leisten, dass sich seine Hoffnung, nach dem befristeten Vertrag übernommen zu werden, erfüllen könnte (was aber sicher so nicht eintreten wird, da er zu teuer wird, und tausende andere Arbeitnehmer mit Berufserfahrung zu haben sind (und die sind dann wieder billiger). Somit ist dem Burningout Tür und Tor geöffnet. Kein Arbeitnehmer in fester Stellung wird seinen Arbeitsplatz freiwillig ändern, da er mit Gehaltseinbußen zu rechnen hat, die ihn mitunter unter das Existenzminimum drängen. Somit kleben sie auf ihren Stühlen, ob sie nun qualitativ gut sind oder nicht. Sie werden nichts tun, was ihre Position ändern wird, somit sich auch nicht für ihr Klientel einsetzen was zur Abnahme der Qualität in ihrer Arbeit führt.

3. Die gestrichenen Orts/Familienzulagen und die Kürzung der Weihnachts/Urlaubsgelder durch die endlich in Kraft zu tretende Leistungszulage auszugleichen.

Es gibt in den meisten Berufsfeldern überhaupt noch keine Leistungszulage, die die Verluste ausgleichen könnte. Selbst wenn es sie gäbe, wäre sie so niedrig (2% des Montasgehaltes), dass sie in Anbetracht der Mehrleistung, die einer aufbringen müsste, in keinem Verhältnis stehen würde. Ganz davon abgesehen gibt es keine gesetzliche Regelung (Vorgabe) zur Ermittlung der der tatsächlichen Leistung, somit entstehen die abstrusesten Methoden zu Ermittlung dieser. Die Arbeitgeber sind im besten Falle völlig überfordert mit der Erstellung eines Manuals zur Ermittlung und geben dies gerne an ihre Angestellten ab. Die Angestellten sollen nun selber evaluieren, was Leistung ist und was nicht, wer leistet und wer nicht. Die Gefahr von Mobbing und Ungerechtigkeitsbewusstsein ist vorprogrammiert. Gerecht wird auf so einem Wege Leistung bestimmt nicht vergütet werden. Millionen von Arbeitnehmern bekommen bis heute keine Leistungszulage, das ist ein Vertragsbruch, denn die Kürzungen wurden durchgeführt, die Entlastungen dazu aber nicht!