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Verfasst am: 19. 12. 2007 [19:41]
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schwarzerbloch
Bloch
Themenersteller
Dabei seit: 20.08.2011
Beiträge: 0
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Hallo liebe Leute,
verdi haut auf's Blech!
Verdi fordert also acht Prozent, mindestens (also nicht weniger) 200 Euro bei Bund und Kommunen...... und die Arbeitgeber sträuben sich jämmerlich und wollen dafür noch zusätzlich die Arbeitszeiten auf 40 Stunden erhöhen, schauen wir mal, welchen Kratzfuss verdi diesmal macht!
Und finde ich die Forderungen ziemlich mager. 8 % mögen für Übergeleitete echt ne tolle Sache sein, denn die verdienen tatsächlich 8% dazu, aber was ist mit denen, die in den letzten Jahren nach der Umstellung auf TVöD um die 30% verloren haben (die haben dann nur noch 22 % weniger... prima), weil sie ihren Arbeitsplatz wechseln mussten. Wenn verdi in diesem Tempo weitermacht, dann haben die in 20 Jahren das, was sie 2003 verdient hatten.
Und was ist mit denen, die jetzt erst anfangen? Die kommen auch erst kurz vor der Rente in den Genuss eines BAT-Gehaltes (von einem mit 10 Jahren Berufserfahrung) von früher (also nie wirklich, denn die Gehälter vom BAT werden nie mehr erreicht)!!!
Was ist mit der Runterstufung bei Arbeitsplatzwechsel und dem Wegfall sämtlicher Beruferfahrung?
Was ist mit der leistungsgerechten Vergütung, die ja die Streichung der Zulagen wett machen sollte?
Was ist mit der ungerechten Überführung bei der Entgelteingruppierung?
Ja, was ist damit?
Gruß
atta
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Verfasst am: 27. 12. 2007 [12:12]
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thomasge
Pöpping,Thomas
Dabei seit: 20.08.2011
Beiträge: 4
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Hallo Atta,
also ich finde, dass wir uns nicht mit ein paar Prozenten begnügen sollten! Viel wichtiger ist es diese fatalen Einstufung - und Eingruppierungsgesetze zu bekämpfen, denn was nützten die Prozente, wenn man dann bei Arbeitsplatzwechsel wieder ganz unten anfängt.
Liebe Grüße
Elli
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Verfasst am: 12. 01. 2008 [14:12]
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schwarzerbloch
Bloch
Themenersteller
Dabei seit: 20.08.2011
Beiträge: 0
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Hallo Elli und alle anderen Leser,
verdi und DBB-Union sind also vereint an der Front. Die erste Verhandlung ist, wie vorgesehen zu keinem Ergebnis gekommen. Naja, ich weiß auch gar nicht, ob man sich über Ergebnisse freuen kann. So wie ich das befürchte, werden uns die Arbeitgeber mit unter 8% abspeisen (warum verlangen die denn so wenig, die wissen doch, dass runtergehandelt wird) und dafür arbeiten wir dannn länger!
Wenn es also zu den sagenumwogenen 8% kommen würde (also um so 200 Euro mehr), bei gleichzeitiger Arbeitsverlängerung, dann hätte ich in meinem Falle im Vergleich immer noch 40 % weniger als 2004!!!!!!
Ich habe überhaupt kein Interesse mich diesen Verhandlungen anzuschließen, so gedanklich meine ich. Ich würde für so ein Angebot auch nicht streiken, denn die Probleme, wir kennen sie, liegen an ganz anderen Stellen.
Vielleicht müssen wir verdi klar machen, dass sie mit solchen schnöden Angeboten keinen Blumentopf gewinnen können.
Was machen wir?
Gruß
atta
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Verfasst am: 19. 01. 2008 [20:32]
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polina
polina
Dabei seit: 20.08.2011
Beiträge: 0
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Hallo Atta,
und Gruß an alle die jetzt tarifpolitisch wach geworden sind. Ich möchte nicht verhehlen, dass ich Verdi- Mitglied bin und auch, angefangen in der ÖTV, über 20 Jahre, bis zur Tarifrunde 2000 ehrenamtlich und tarifpolitisch aktiv war. Ich habe dann aus Frust über das Desinteresse der Kollegen für den Arbeitskampf, auch Verdi - intern, alle Ämter niedergelegt.
Diese Seite hat mir nun wieder Hoffnung gemacht, da geht vielleicht doch noch was in den Amtsstuben.
Zum Verständnis möchte ich zunächst einmal klar stellen, eine Gewerkschaft ist eine Vereinigung aus zahlenden Mitgliedern, die ab einer gewissen Größe Tarife mit Arbeitgebern aushandeln kann, sie ist dabei ihren Mitgliedern verpflichtet und das macht sich auch in den Abschlüssen bemerkbar. Wenn man nun schaut, welche Altersgruppe mehrheitlich gewerkschaftlich organisiert ist, dann braucht man sich über manche Strukturen nicht zu wundern.
Das bedeutet nicht, dass ich den Unmut der jüngeren Kollegen nicht verstehe, aber er kommt leider zu spät! Ich erinnere mich gut an die damaligen Tarifrunden, die Warnstreiks, zu denen nur wenige kamen und die dann intern schön geredet werden mussten. In betrieblichen Gesprächen bekam man oft von den älteren Kollegen gesagt, die erreichten Prozente reichen mir aus. Die jungen Kollegen wollten nicht durch die Teilnahme an Warnstreiks auffallen. Die meisten waren so friedlich, das tat fast schon weh.
Was bleibt aber zu tun? Die Tarifrunde 2008 ist eingeläutet.
Natürlich kann man Briefe an Verdi schreiben, gegen alles und jedes sein und richtig auf den Putz hauen. Wenn es gut tut, bitte! Ich bin auch davon überzeugt, dass sie gelesen werden. Aber sofern sie nicht durch Mitglieder, deren betriebliche Vertrauensleute, Personalratsmitglieder, Ortsvereine oder Bezirke kommen, müssen sie keine Auswirkung haben. Wenn man also die Strukturen nicht von innen heraus ändern möchte, dann bleibt eigentlich nur, einen eigenen Laden aufzumachen.
Beispiele dafür, was möglich ist, hat es in letzter Zeit ja gegeben.
Da dazu allerdings die Zeit zu knapp ist, sollte überlegt werden ob es nicht besser ist, alle Kräfte zu bündeln, denn möglicherweise wird diese Tarifrunde mit den Füßen in Warnstreiks entschieden.
Auf die gewerkschaftlichen Akteure dieser Verhandlungen verbal einzuprügeln, stärkt im Moment nur das Auftreten der Arbeitgeber.
Gruß an alle Mutigen!
Copia
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Verfasst am: 20. 01. 2008 [20:13]
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schwarzerbloch
Bloch
Themenersteller
Dabei seit: 20.08.2011
Beiträge: 0
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Hallo Copia,
hier sprichst du wahrlich mehrere problematische Kernpunkte an, bei denen ich selber merke, wie ambivalent die ganze Sache an sich ist (ich übrigens auch ).
Ich möchte selber klarstellen, dass ich Mitglied bei dem DBSH (so was wie ne Gewerkschaft für Sozialarbeiter) bin. Ich habe mich natürlich bei denen im Forum gemeldet, bin aber nicht ernst genommen worden. Es hieß, dass sie da nix machen können, weil ver.di soooo groß sei (sie haben ihre Mitglieder nicht aufgerufen killerphrase zu unterstützen, nein, sie belächeln eher...klar, so geht nix voran). Da mach ich mir dann natürlich Gedanken darüber, ob ich nicht in der falschen Gewerkschaft Mitglied bin (und das könnten sich alle machen, die in Splittergewerkschaften sind). Das hieße ja nun, sich kampfbereit einer anderen Gewerkschaft in die Arme zu werfen......und da wird es dann verflixt schwierig. ver.di ist für mich momentan absolut nicht die Alternative, denn ich würde ja ins Kissen beißen, wenn ich dort Mitglied wäre, und ich den tollen TVöD somit ja im Grunde mitunterschrieben hätte.
Nochmal: Mit geht es um die Verdi-Führung - ich wettere nicht gegen die Vielen, die innerhalb ver.di versuchen, gute Gewerkschaftsarbeit zu leisten....mir tun sie aber leid! Es kann zu Kontroversen kommen, die man ausdiskutieren und lösen muss, aber was da gegen den Willen der Mitarbeiter läuft, ist geradezu grotesk.
So, nun bin ich in der Bredullie, nicht bei ver.di Mitglied zu sein, aber gegen sie auflaufen zu wollen....Das wäre eigentlich der Job der "unzufriedenen" Mitglieder. Gut, viele treten einfach aus, manche blicken es einfach nicht, wobei wir nun beim Thema sind: Das Interesse, seine Interessen zu vertreten, nimmt rapide ab!
Das sehe ich mit Schrecken in allen Bereichen des täglichen Lebens. Politikverdrossenheit auf breiter Front. Ja klar, wenn man mit Problemen bis oben vollgestopft ist, das Hirn mit TV-Schwachsinn leergefegt und Protest letztendlich eh keinen Sinn macht, weil die Bosse und Regierung eh tut was sie wollen, dann kann ich das durchaus nachvollziehen.
Wenn nicht der eine oder andere freiheitliebende Politiker im Kabinett sitzen würde, dann könnte man mit den Bürgern machen was man will (Verfassungsschutz...was ist das?)!
Ich habe aber das Gefühl, dass die Leute schon langsam aus ihrem Dämmerschlaf erwachen, sie würden sich vielleicht sogar organisieren.....fragt sich nur bei wem denn?
Die Parteien haben ihre Profile verloren, grün macht Sprit teuer und links macht Angst (so etwas wie in der DDR und UDSSR will keiner mehr haben - das Wort Sozialismus hat leider einen bitteren Nachgeschmack), die Gewerkschaften setzen sich nicht wirklich ein (außer die GDL).....woran soll sich der Bürger also wenden?
Ja und ich kann mir vorstellen, dass Sammelbriefe zwar gelesen, dann aber ad acta gelegt werden. Ich frage mich nur, warum die Bezirke und Vertrauenspersonen nicht selber eine Aktion machen, oder sich wenigstens anschließen?
Die Vorstände sind wiedergewählt worden, und dies mit enormer Zustimmung....das ist schwierig zu verstehen. Die Mitglieder laufen in Scharen weg, aber es wird weitergemacht (klar, die dagebliebenen echten Gewerkschafter sind zu wenig, und die Masse wählt den Wolf vom Vorjahr und haben seinen Biss irgendwie vergessen). Das zeigt, dass die Gewerkschaft im Grunde ein Selbstläufer geworden ist, der rational nicht mehr (vom Volk und den Mitgliedern) verstanden wird.
Eine neue "Vereinigung" täte sicher gut, Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft, aber es steht einerseits die Frage im Raum, ob es tatsächlich zu spät ist (man kann Entscheidungen auch wieder rückgängig machen oder neu verhandeln, auch in nach langen Zeiträumen, da sehe ich weniger ein Problem), und zweitens, will jemand sowas überhaupt.....achja, und wer macht es?
Und wenn ich ganz ehrlich bin, mir wäre es ja fast schon recht, wenn die Vorstände geschwächt wären (durch die Schelte der Bevölkerung), denn das, was sie da verlangen, ist nicht das, was sich hunderttausende Menschen vorstellen. Für die Beamten mag es ja noch angehen, aber die öffentlichen Dienstler, also die, dich noch mitdenken, die sind einfach nur noch enttäuscht und gelähmt und betrachten den Tarifkampf ihrer Gewerkschaft mit einem großen PPPPFFFF und gelangweilten Achselzucken. Selbst wenn es zu Abschlüssen kommt, sind diese so oder so schwach, mit geschwächten oder gestärkten Vorständen!
Ich würde mich schon in den Kampf werfen, was ich ja tue, aber so gaaaanz alleine eine Vereinigung hochziehen.....?????? Ich bin vielleicht dreist, vielleicht auch noch voll Hoffnung, aber naiv bin ich nicht !
Ich werde ein neues Thema öffnen und einen Unterseite einbauen: Wer will eine neue Vereinigung, Gewerkschaft oder sowas?.....dann schauen wir mal, was dabei rauskommt!
Wärst du dabei? Dann wären wir doch schon ein paar!
Liebe Grüße
atta
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