

Innerhalb ver.di brodelt es!
Ver.di verkauft den Tarifvertrag 2010 als Erfolg.
Angesichts der Krise könne man froh sein, wenigstens einige Forderungen abgeschwächt durchgesetzt zu haben.
Nun, bei den Gehältern konnte man ja auch, wenn auch zu lächerlichen, Einigungen kommen, aber bei den anderen Punkte wie Altersteilzeit, Eingruppierung - Einstufung, Forderungen der Krankenhausbeschäftigten etc., hat sich nichts bewegt, und wenn dann eher zu Ungunsten der Angestellten.
Nun ruft Netzwerk ver.di - die kämpferische und demokratische ver.di in einem Flugblatt die Mitglieder auf, das Vertragswerk nicht anzunehmen!
Das Flugblatt kann man bei Netzwerk ver.di downloaden.
Hier nun Auszüge einer Infomail von Netzwerk-verdi, so zum Überblick:
- Für die Krankenhäuser werden die Löhne für die Bereitschaftsdienste dynamisiert, d.h. entsprechend der Lohnerhöhung angehoben. Gefordert war die Anerkennung der Bereitschaftsdienste als Arbeitszeit. Die Diskrimminierung der Krankenhausbeschäftigten gegenüber den anderen Beschäftigten im öffentlichen Dienst bleibt beim Bereitschaftsdienst bestehen.............
- Auch die Ungleichbehandlung und Schlechterstellung der Krankenhausbeschäftigten bei der Nachtarbeit bleibt bestehen. Der TVöD § 8 enthält allgemein einen Nachtzuschlag von 20%. Für Krankenhausbeschäftigte war eine Angleichung auf dieses Niveau und die Aufhebung der Diskrimminierung gefordert worden. Statt 1,28 Euro pro Stunde gibt es künftig 15% Zuschlag. Das sind in der EG 7a 2,07 Euro. Die Forderung nach Höherbewertung der Zeiten außerdienstplanmäßiger Arbeit wurde fallengelassen. Überstundenzuschläge für Teilzeitbeschäftigte gibt es auch künftig nicht.
- Was ver.di in seinem Tarifinfo extra 4/10 verschweigt ist, dass den Krankenhausträgern mit dem Abschluss die schriftliche Verpflichtung gegeben wurde "Verhandlungen zum Zwecke der Sicherung der wirtschaftlichen Zukunftsfähigkeit ....auf der Basis des TV ZuSI ....aufzunehmen. Nach TV ZUSI können die Löhne bis zu 10% abgesenkt und die Unterfinanzierung der Krankenhäuser auf die Beschäftigten abgewälzt werden.
- Die Zusatzforderungen für die Kolleginnen und Kollegen in den Nahverkehrsbetrieben wurden in keinem Punkt auch nur teilweise erfüllt:........
- In allen Flugblättern zum Abschluss behauptet ver.di, dass es ab dem 60.Lebensjahr einen Rechtsanspruch auf Altersteilzeit gebe. Das steht aber nicht in dem Tarifvertrag. Mit einer ausführlichen Stellungnahme auf unserer website werden wir unsere Kritik an der Altersteilzeit in den nächsten Wochen erklären und die Behauptungen der ver.di-Führung widerlegen. ......
Am 20.3. gibt es in Essen und Stuttgart regionale Protestaktionen von den Bündnissen "Wir bezahlen nicht für Eure Krise". Wir sollten dafür mitmobilisieren und die Gelegenheit auch nutzen, an die ver.di-Kolleginnen und Kollegen bei den Demos unser Flugblatt zu Abschluss zu verteilen.
Es ist immer wieder erstaunlich, dass die Basis von ver.di nicht unbedingt mit ihrer Führung einverstanden ist, man müsste doch mal tatsächlich die Vertrauensfrage unter den Mitgliedern stellen!
Ver.di zeigt einmal mehr, dass sie als Gewerkschaft nicht für ihre Mitgleider verhandelt, anders ist das alles nicht zu verstehen und es wundern die Austritte bei ver.di wirklich gar nicht.
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Hier der Aufruf und eine Tabelle zur Verdeutlichung:
Projekte
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Die "Zeit" schreibt über "ver.di"
Sparwahnsinn in allen Sparten des öffentlichen Lebens Gute Infos aber keine Forderungen - Verdi & Co reagieren!