

Tarifkampf 2010 hat begonnen!
Ver.di läutet die Tarifrunde ein und geht mit der Forderung einer 5% Gehaltserhöhung in die Verhandlungen. Die Länder hatten sich sofort wieder aus dem Tarifkampf verabschiedet, somit wird jetzt der TVöD (Bund, Kommunen) verhandelt. Die Verhandlungen kamen ins stocken und nun wird zu Warnstreiks aufgerufen.
Hier findest Du Infos zu den Tarifverhandlungen:
Aufruf von Netzwerk-verdi bei der Mitgliederabstimmung mit "Nein" zu stimmen! 04.03.2010
Schlichtungsspruch: Negative Erwartungen übertroffen!
An dieser Stelle sollte darauf hingewiesen werden, dass eine Forderung von 5 % eher doch ein lahmes Vorhaben ist, denn wie man weiß, werden solche Forderungen vom Tarifgegner heruntergehandelt, sodass man davon ausgehen darf, dass höchstens eine Erhöhung von 1,8 bis 2,5 % durchgesetzt wird. Solch eine Erhöhung ist aber nichts anderes als ein Hinterherhinken der Preiserhöhungen bei den Lebenserhaltungskosten und der Inflation (die es angeblicherweise nicht gibt, aber die jeden Geldbeutel spürbar schmälert).
Der TVöD war schon bei seinem Abschluss ein unzumutbarer und ungerechter Tarifvertrag und es müsste einiges anderes zurück erkämpft werden, was zu BAT Zeiten Gang und Gebe war (Bewährungsaufstiege, Eingruppierung, Anrechnung der Berufsjahre etc.).
Um an das Niveau des BAT zu erreichen würde selbst eine 20%ige Gehaltserhöhungsforderung nicht ausreichen (und so eine Forderung wäre politisch und gesellschaftlich gesehen überhaupt nicht auszusprechen, da dem Volke eine Gehaltserhöhung wie ein Dorn im Auge liegt, Neidgedatte). Es sind die Bedingungen des TVöD (Eingruppierung, Herabstufung bei Arbeitsgeberwechsel, Streichung der Zulagen etc.), die die größten Verluste auf breiter Linie ausmachen.
Es ist zu befürchten, dass auch diese Tarifverhandlung wieder auf Kosten der Angestellten enden wird.
Warnstreiks in verstreuten Institutionen, so gelegt, dass nicht wirklich Folgen des Streiks spürbar werden, ist gelinde gesagt einfach nur heiße Luft. Wenn ver.di tatsächlich Rechte und Vorteile für seine Mitgleider erkämpfen möchte, dann wäre es langsam Zeit für einen Generalstreik! Es ist aber anzunehmen, dass ver.di einfach nicht mehr weiß, was ihre Aufgabe ist und wie man sie auch gewerkschaftstechnisch durchführt.
Man wird das ungeheure Gefühl nicht los, dass ver.di eher um die Belange der Arbeitgeber bemüht ist, als um die seiner Mitglieder.
Hier an dieser Stelle soll noch einmal auf eine Organisation innerhalb von ver.di aufmerksam gemacht werden.
Netzwerk ver.di hat ein Flugblatt mit Forderungen für die Tarifverhandlungen 2010 veröffentlicht. Diese Leute zeigen die Ungerechtigkeiten des TVöD / TV/L auf und haben genaueste Vorstellungen welche Forderungen notwendig sind und wie man sie durchsetzt.
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Hier der Aufruf und eine Tabelle zur Verdeutlichung:
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Die "Zeit" schreibt über "ver.di"
Sparwahnsinn in allen Sparten des öffentlichen Lebens Gute Infos aber keine Forderungen - Verdi & Co reagieren!