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Verdi & Co reagieren zunehmend auf die fatalen Folgen des TVöD!

Momentan macht verdi viel Hörens von sich, indem sie z.B. eine Webseite ins Netz stellt, die den Sparkurs der Arbeitgeber des öffentlichen Dienstes und der Regierung anprangern und zum Protest aufrufen. Genug gespart!

Eigentlich eine prima Sache, aber warum habe ich so ein komisches Gefühl, warum will sich meine Wut und Enttäuschung gegenüber verdi nicht schwächen, warum beruhige ich mich nicht, sage: "Na also, geht doch" ?

Liegt es daran, dass mein Vertrauen zu sehr verletzt wurde, und ich verdi nun alles zutraue?

Mal ehrlich unter uns, es ist doch irgendwie komisch, dass gerade durch verdi und die DBB-Union dieser TVöD erst geschaffen wurde, und dass sich nun, da sich die Folgen abzeichnen, ausgerechnet die Gewerkschaften gegen ihn stark machen. Ich nenne das Doppelzüngigkeit oder Blödheit! Beides ist schlimm genug. Wir, also alle nach TVöD bezahlten Angestellten, sind also kleine Spielbälle der Gewerkschaften. Erst drängt ihr Tarifwerk uns ans Existenzminimum und dann spielen sie die großen Retter und Demokratieverfechter!!!??? Oder merken sie wirklich erst jetzt, was sie damals verhandelt hatten!!!!???

Wie gesagt, beides ist im Grunde furchtbar und da gibt es auch kein kleineres Übel, dass man irgendwie entschuldigen könnte.

Ich weiß tatsächlich nicht, was ich davon halten soll, einerseits freue ich mich, dass etwas geschieht, andererseits befürchte ich, dass es nur heiße Luft ist, da verdi nicht mit einem Wort bei Ihren Aktionen erwähnt, dass sie im Grunde die Hauptverursacher des Übels sind. Vielleicht werden wir ja wieder über den Tisch gezogen. Verdi spielt sich auf, vollzieht ein paar Reförmchen (sie sagen z.B. nichts über die Eingruppierungen, die alleine schon Verluste bedeuten), die uns am Ende villeicht noch weiter runter bringen.

Wie gesagt, mein Vertrauen ist nachhaltig erschüttert, und ich bin ab jetzt auf der Hut, so gut ich kann.

Vielleicht sind diese Aktionen aber einfach auch Schadensbegrenzungsversuche und Prophylaxe gegen mehr Austritte in Zukunft, die eigene Basis wackelt nämlich ganz schön bei verdi.

Eins sei gesagt, so leicht sollten wir die Gewerkschaften nicht aus ihrer Verantwortung entlassen!

Wenn es neue Tarifverhandlungen gibt, dann aber mal richtige:

Wir müssen dafür sorgen, dass verdi vor allem die Eingruppierung neu verhandelt (aber bitte diesmal in unserem Sinne) und die Runterstufung bei Arbeitsplatzwechsel rückgängig macht. Vor allem aber muss über die leistungsgerechte Bezahlung nochmal ein Wörtchen gesprochen werden, denn so wie das in der Praxis aussieht, sind die Leistungszulagen verschwindend gering (der Aufwand aber erschreckend hoch). Viele Arbeitgeber wissen gar nicht, wie sie die Leistung evaluieren sollen, wobei die abstrusesten Systeme zur Leistungsermittlung wie Giftpilze aus dem Boden schießen, die das Mobbing am Arbeitsplatz geradezu heraufbeschwören.

Also verdi, eure Aufgaben für die nächste Tarifrunde:

Eingruppierung generell neu verhandeln!

Runterstufung bei Arbeitsplatzwechsel abschaffen, heißt Bezahlung nach Erfahrung!

Leistungszulage erarbeiten oder am besten durch eine "sinnvollere" Zulage ersetzen!

Schreibt Eure Meinung bei: Forum!

Und vergesst nicht, falls ihr auch empört seid , den Protestbrief an verdi zu unterzeichen!